Jungschmiede mit Feuer und Flamme dabei!

Internationales Jungschmiedetreffen in Hasloch erfolgreich beendet

Das fertige 2,5-D-Relief, das im Rahmen des Jungschmiedetreffens auf dem Eisenhammer in Hasloch entstand.

Hasloch, 20. August 2018
Wer am Spätvormittag des 19. August das Gelände des Eisenhammers in Hasloch betrat, konnte bereits metallisches Klirren vernehmen – die Teilnehmer des internationalen Jungschmiedetreffens waren schon wieder in Aktion und ließen unermüdlich die schweren Hämmer auf das glühende Eisen herabsausen. Vier arbeitsintensive, sommerlich heiße Tage lagen hinter den 14 angehenden Metallgestaltern und Wandergesellen aus Frankreich, Österreich, der Finnland und Deutschland. Gemeinsam mit gestandenen Altschmieden war eine bunte Truppe auf Einladung des Internationalen Fachverbandes Gestaltender Schmiede e.V. (IFGS) in den Spessart gereist, um in nur vier Tagen ein 2,5-D-Relief des Haslocher Aufwerferhammers anzufertigen. 

Beim Schmieden ist oft Teamarbeit gefragt.

Für vier Nächte bezogen die Teilnehmer ihr Quartier im altehrwürdigen, fast 240 Jahre alten Eisenhammer – dort, wo früher Generationen von Schmieden nicht nur arbeiteten, sondern auch lebten. Ideale Bedingungen für ein arbeitsintensives Projekt, für das direkt vor der Hammerschmiede drei Schmiede-Essen und Ambosse aufgebaut worden waren und an denen ständig parallel gearbeitet wurde. Einige der Schmiede und Metallgestalter kannten sich bereits vor der Veranstaltung, nach vier intensiven, langen Arbeitstagen ging ein eingeschworenes Team auseinander, das gemeinsam den Amboss geteilt hatte. Am Samstag mobilisierten alle Teilnehmer noch einmal sämtliche Energiereserven, um das gemeinschaftliche Werk innerhalb der verfügbaren Zeit erfolgreich abzuschließen.

IFGS-Präsident Thomas-Maria Schmidt (2.v.r.) übergibt das fertiggestellte 2,5-D-Relief an Hammerherr Walter Kurtz (re.)

Mit vereinten Kräften wurde das 2,5-D-Relief – das die dritte Dimension andeutet, jedoch nicht komplett durchführt – am späten Abend fertig. Gerade rechtzeitig, denn am folgenden Morgen sollte es der Öffentlichkeit präsentiert und im Rahmen einer Matinee an den Hammerherrn Walter Kurtz übergeben werden. „Die Übergabe des Projektes, in das unsere Jungschmiede viel Mühe, Schweiß und Energie gesteckt haben, ist die Krönung von vier intensiven Tagen, von denen wir viele bleibende Erinnerungen und Erfahrungen auch für kommende Projekte mitnehmen. Wir haben als Kollegen zusammengearbeitet und gehen als Freunde auseinander. Vielen Dank an Walter Kurtz, der diese tolle Veranstaltung ermöglicht hat“, sagte IFGS-Präsident Thomas-Maria Schmidt.

Hammerherr Walter Kurtz bedankt sich bei den Jungschmieden für ihren tollen Einsatz.

In seiner Eigenschaft als Gesellschafter und stellvertretend für die Anna Göbel und Otto Kurtz Stiftung erwiderte Walter Kurtz, es sei ihm ein großes Anliegen gewesen, hier etwas für die Jugend zu tun und die Jugend heranzuführen an das Schmiedehandwerk. „Innerhalb kürzester Zeit haben die Jungschmiede hier gemeinsam aus einem Papierentwurf ein greifbares Schmiedewerk gestaltet, das rundum gelungen ist. Ich bin begeistert, wie hier in kürzester Zeit ein tatkräftiges Team entstand, und bedanke mich recht herzlich bei jedem Einzelnen für euern fantastischen Einsatz – mein Dank gilt auch allen Altschmieden, die hier ihre ganze Erfahrung mit eingebracht haben, das war wie aus einem Guss“, sagte Walter Kurtz, der bei der Gelegenheit jedem künftigen Metallgestalter sein „Starterpaket“ in Höhe von 100 Euro plus Teilnahmeurkunde übergab. Alle Teilnehmer sagten schon heute zu, beim nächsten Schmiedeprojekt auf dem Eisenhammer wieder dabei zu sein.

Die Teilnehmer des Jungschmiedetreffens mit dem fertiggestellten 2,5-D-Relief des Haslocher Aufwerferhammers.

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